
ein blick in den spiegel doch ich erkenne nur einen schatten
keine verbindung zu mir selbst, meine hoffnungen ermatten
erbaute ein luftschloss um mich
herum, doch es steht nur auf schäumen
lebt von einem starrem gesicht, in meinen gläsernen träumen
und nun ist es an der zeit meine gebete zu erhören und ich siege
über mich selbst - werfe meine sorgen weg und fliege
mein einzig wahrer verbündeter ist letztlich meine verrücktheit
sie versucht mir weis zu machen ich lebe für die traurigkeit
tyrannische schreie von gefallenen göttern schallen über mein königreich
und die opfer der vergangenheit besuchen mich sprachlos und bleich
und ich glaube zu verstehen dass ihre welt in meiner zukunft mündet
es vergeht nicht mehr viel zeit bis sie sich mit ihr verbündet
kannst du den ekel riechen, der durch meine nase kroch
der mich niederzwang und sich ins gehirn gefressen hat?
kannst du die schreie hören, die ich nächte und tage
in meinem kissen auffing, um deren erlösung ich bat?
kannst du die narben sehen, die meine kranke seele bedecken,
die mich aussaugten und umschliessen von allen seiten?
der selbstmord wird nicht gewählt doch man sieht ihn kommen
egal wie benommen man kann sich auf ihn vorbereiten
Er geschieht dann, wenn die Schmerzen größer sind als
die angeborene mentale Fähigkeit eben jene zu ertragen.
kann ich es wagen? Die Tatsache das man eines Tages stirbt
egal wie oder wodurch bedeutet nicht, das man jeh gelebt hat!
sie kommen jetzt jeden abend, die gedanken und die pein
Kommt schwarzer regen und bricht kalt über mich herein
hab auf nix mehr lust, hab alles hingeschmissen aus frust
alle hoffnung aufgegeben und bleib lieber im regen stehen
die tränen in meinen augen gleichen dem tau auf dem gras,
an einem klaren frühlingsmorgen. doch ich fühl mich nicht geborgen
wie ein verletzter vogel - der nicht mehr fliegt
der mit gebrochenen flügeln auf dem kaltem boden im sterben liegt
ich fühl mich so allein, der schmerz liess mein herz erkälten
ich senk mein blick vor euch und flieh in andre welten
die enttäuschung nimmt überhand, droht mich lebendig zu verspeisen,
nimmt keine rücksicht und schmiedet den hass wie eisen
muss die Menschen denen noch was an mir lag erledigen
und mich somit in meinem elenden selbsthass bestätigen
übersehe nicht dass ich freunde verliere, die an mich glauben
doch auch sie könnten mich erneut meines stolzes berauben
kannst du jemals sehen, wieviele Tränen geflossen sind?
kannst du jemals die Schmerzen fühlen, die ich erlitt?
kannst du die Schreie hören, die ich Nächtelang im Kissen auffing?
siehst du die narben die meine Seele bedecken und mich zum aufgeben zwing?
mein innerstes zerreisst bei jedem gedanken an den schmerz
mein herz weint bei jedem gefühl und ach so verletzlicher nähe
meine stimme bricht in jedem satz der das elende leid schliff
und meine vernarbten hände zittern bei jedem zweitem griff
ich hab lange in den spiegel geschaut, ich bin mir sicher
meine seele sei auf der anderen seite und spiegelt tausend lichter
zertrümmert in kleine teile, zu scharf um sie wieder zusammenzusetzen
aber groß genug um mich in meinem inneren zu zerfetzen
dennoch versuch ich sie zu berühren und aufzuheben
schneide mich am ganzen arm und das blut bleibt an mir kleben
ich sag ich kenn den unterschied zwischen euch und uns beiden
doch versuch immernoch vergebens mich vom besserem zu überzeugen
ich verstecke mich hinter einem lächeln, ihr wollt dass ich es zeig
ich halte meinen atem an, ich will nich dass ich euch bleib
bin lieber allein mit mir um zu zählen was ich einst verlohr
nur die vertraute isolation der nacht leiht mir ihr offenes ohr
ich warte aufs ende des schmerzes ich weiss ich kann ihn lindern
jedoch ist er mein letzter wille und das werd ich verhindern
ich wende mich von euch ab und versuche mich zu verstecken
verliehre mich im schmerz und kann meine wunden lecken
wenn sie meinen namen rufen, schliesse ich meine augen
mach das licht aus, alles dunkel und ich versuche zu glauben
eines tages wird es einen neuanfang geben und er kommt
doch irgendwie weiss ich dass noch viel mehr auf mich zukommt
ich kann den schmerz aufgeben, wenn mein wille ihn aufgibt
ich balle die faust und die sanduhr des schicksahls kippt
erhalte mir meine ehre, das letzte was mir noch bleibt
zücke die klinge und liege sterbend in meim schönstem kleid
LeijiONE.de/texte/