
ich sitz an meinem fenster und träum durch die nacht
regen fällt langsam nieder - ich hab nachgedacht!
ich hock hier schon seit stunden und doch bin ich allein.
in der stille der nacht, im mondschein.
meine gedanken bei dir träum ich durch die dunkle nacht
die alle hoffnung verschlingt, nur die kerze flackert sacht
ein blitz schlägt mich wach - ich werd wieder klar.
war versunken im traum, alles schien so sonderbar
ich gleite zurück, entschwinde im schatten meiner selbst
egal was du gern willst, du bekommst nie, was du bestellst
bin geflohen in den wunsch nach geborgenheit
doch entrinnt er viel zu weit - eine ewigkeit
ich frag mich, wann wird meine suche zuende sein?
und taumle benommen vom rand ohne zu schrein
der wind weht sacht und die kerze erlischt
eine nacht ist vergangen, hat die zukunft verwischt
du willst fliehn in einen traum - ohne halt
bleibst verbittert und wirst - alleine alt
egal was du tust du kannst es nicht verhindern
dein leben zu leben um die schmerzen zu mindern
und auch wenn du denkst - du bist allein
und keine nacht vergeht - ohne dein schrein
nimm meine hand und ich führe dich im ungewissen
durch einen traum, denn deine kraft ist verschlissen
endlich erwacht - aus diesem albtraum
ohne flucht - konnte nicht abhaun
es regnet nun in strömen und die straßen sind leer
richtig durchzuatmen fällt mir mit einmal richtig schwer
ich fühl mich unendlich frei, während mich die nacht verspeisst
bis auf einmal eine sirene die stille zerreisst
ich folge ihrem klang, so schnell es geht
er stammt von einem krankenwagen, der in der nähe steht
ein dutzend schaulustiger menschen hat sich bereits versammelt
sie glotzen wild umher, sind schokiert, doch finden es wohl spannend
ich will auch was sehen - fühl mich wie aufgepuscht
doch bereits beim ersten blick beschleicht mich eine hässliche furcht
die sache wird mir langsam unheimlich der blick ist nun mein zweiter
ich sehe die leiche und weiss nich mehr weiter
ich sehe den einen weißen tunnel, wie das licht zerbricht
ich schau auf die leiche und starre mitten in mein gesicht
LeijiONE - Traum.mp3
LeijiONE.de/texte/