
ich sitz vor meinem Tempel in der frischen Dunkelheit
die fackeln brennen und fröstelnde angst macht sich breit
doch ich missachte sie und beginne angespannt dem rauschen
vom eiskalten Wasserfall hinter mir zu lauschen
es ist eine klare Nacht und ich spühr' die ansteigende macht
ich hocke im Schneidersitz, bereite mich vor auf die schlacht
hab die Hände verschränkt bin vor Konzentration ganz geschafft
doch ich gebe acht, mein blick gesenkt, meine Seele erwacht
ich bin in Trance, meditiere und diene meiner Sache
ein Ninjastern zischt durch die Luft und vollendet die Rache
in schwarzer Kutte schleich ich mich an, bis dich die angst packt
deine vollständige Askese, ein sakramentaler Akt
mein Stern trifft dich im kopf und du bist zum sterben bereit
ich bete für deinen Geist, auf dass sich deine Seele befreit
mein Messer spaltet nie nur köpfe, sondern falsche Ideologien
denn du bist manipuliert von der Kommerz Maschinerie
ich chill mit meinem Orden auf unsrer Tempelanlage
inmitten von Hochhäusern mit Tiefgarage
umgeben von gleichgeschalteten Individuen
doch ich hab noch leben in mir drin
habt ihr denn gar kein schlechtes gewissen?
für essen, trinken, sex und pissen,
für die menschlichsten Bedürfnisse verlangt ihr Geld
und zurück kehren die wiegen der zeit, zur Mitte der Welt
ich muss mich mit der Umwelt vereinigen und meine Seele reinigen
treff mich mit den meinigen und wander durch die Nacht
hoff dass niemand erwacht und unser treiben mit ansieht
springe von dach zu dach, ich bin derjenige der flieht
vor eurer westlichen Welt, ich wirbel' durch die Luft
den Geist in Vergangenheit vernarbt, immer auf der flucht
so wurde ich teil der Nacht, meine Augen strahlen vor Sehnsucht
ein kurzer blick zur Orientierung, wenn mich mein Schicksal ruft
ich lebe schon seit langen Zeiten in diesem Traum ohne sinn
doch ich besinne mich auf das wesentliche tief in mir drin
fege die Treppen des Schreins und hole Wasser vom Brunnen
trainiere mit meinem meister und kämpfe ohne zu murren
verirrt auf der unendlichen Straße meines jungen Lebens
verschließe ich mich vor der Erinnerung und suche vergebens
nach einem licht außerhalb der Kerzen, in meinem herzen
und wandle auf ewig im Tempel meiner schmerzen
ich chill mit meinem Orden auf unsrer Tempelanlage
inmitten von Hochhäusern mit Tiefgarage
umgeben von gleichgeschalteten Individuen
doch ich hab noch leben in mir drin
habt ihr denn gar kein schlechtes gewissen?
für essen, trinken, sex und pissen,
für die menschlichsten Bedürfnisse verlangt ihr Geld
und zurück kehren die wiegen der zeit, zur Mitte der Welt
LeijiONE.de/texte/