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Sternenblut

Lebenswinde

der traum wird dein zuhaus
das ziel ist nah und unerkannt
wie schimmern des abendtaus
der himmel mit dir verwand

wie eine düne in der wüste nicht zu stoppen
rieselt sacht das sternenblut
der wind verweht die tropfen
des lebens glut


schatten in uns, die angst holt uns alle ein
wir rennen weg, wir laufen meilenweit und suchen uns
kein geben kann uns trösten, nichts kann uns befrein
jeder griff danach, jedes wort scheint hoffnungslos

die nacht so voller leid - und voller schmerz
wir machen uns bereit und warten auf die menschlichkeit
es ist erfolglos, tränenkämpfend, unser herz
es ist ausgelaugt in dieser welt voller grausamkeit

keiner von euch will die wahren menschen dahinter sehen
wir rüsten uns und unsere mauern werden immer höher
vergessen die traurigkeit, es wird schon irgendwie gehn
die zerstörung ohne ziel, sie findet keine zuhörer

der alltag im festen würgegriff schrecklicher gebärden
man sieht es an den sternen, sie markieren den wendepunkt
streben ins epizentrum der zersplitterten herden
an deren obersten spitze stets der schwächste löwe prunkt

kaum erschuf die nacht einen neuen, vergänglichen morgen
dreht sich schon die zeit um sich selbst in panischer hektik
und das knarrende rad des tages schaufelt erneut sorgen
sodass die brücke zwischen uns vor lauter gepäck knickt

und trotzdem pressen wir uns durch die vielen engen gassen
endlos entlang auf diesem endlos schmalen weg
ohne leitendes licht, sodass wir all die windungen verpassen
die uns zum ziel geleitet hätten, doch wenn ich klar überleg

fällt mir auf, dass die suche letztlich jeden betrifft
und sich das eine ziel vortrefflich in ungewissheit verstrickt
wir sind alle mittendrinn, doch erst wenn man sich trifft
dann hat man der wahren welt schönstes gesicht erblickt

und du spührst die rettung, wenn du sie in der hand hältst
mit lyrik aus dem herzen, auf den kreis der ohren gebannt
der materie hellste freude - dreht sie sich um sich selbst
die tiefgründigste cd, auch "lebenswinde" genannt


wie eine düne in der wüste nicht zu stoppen
rieselt sacht das sternenblut
der wind verweht die tropfen
sie sind des lebens glut

der traum wird dein zuhaus
das ziel ist nah und unerkannt
wie schimmern des abendtaus
der himmel mit dir verwand


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