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Regen Bei Nacht

Regen Bei Nacht

ich suche was ich nich mehr kenn, das was niemand erreicht
immerwieder am ziel vorbei, nichts was dem annähernd gleicht
seid jahren unterwegs und auf der suche in der gesellschaft
gefangener im eigenem staat, es scheint seltsam
ich habe weder plan noch ahnung, ich seh kein licht
die welt is ne bitch an der meine hoffnung langsam zerbricht
mir scheint alles zu groß, bis man merkt dass alles stinkt
dann macht alles wenig sinn, bis dann alles in sich stimmt
die see ist rau, doch ich setze meine segel
schmeisse ballast über bord, und wetze meine sebel
ich sitz zu haus, die fahrt hat sich nich gelohnt,
ich lade drei patronen, und kill die aufsichtspersonen
all eure positionen enden in bestattungsaktionen
ich lass euch hängen - in meinen baumkronen
bin verwirrt, doch laufe streng in eine richtung
durch den regen über eine hängebrücke ohne feste sicherung


ich wach auf in meinem bett, alles verschwimmt in realität
willkommen in der echten welt voll betrug und rivalität
hör geräusche vor meim haus, zieh mich an, ich muss raus
der regen prasselt sacht, saugt die gedanken aus mir heraus
in meiner tasche meine waffe, mit der ich mich beschützen kann
steh im regen, nass vor schweiss, kein licht ist hier mehr an
meine atmung geht schnell, doch ich beweg mich geradeaus
überm kopf die kaputze, benetzt vom wasser des abendtaus
um mich herum nur beton und ich blicke auf asphalt
die füße tragen mich fromm, mein ziel erreich ich bald
ich renne durch den regen und versuch mich zu beruhigen
bin innerlich am boden, doch zähle zu den fähigen
die es verheimlichen können, doch es passiert immer wieder
durch meinen kopf schwirren songtexte, es sind keine kinderlieder
ich seh endlich die brücke und meine euphorie klingt ab
anstatt zu fliehen steige ich langsam hinab


neue energie, neue kraft in mir um zu sagen
nur noch eine blockade, kein bock mehr alles auszubaden
weiss nich mehr wie weiter und verlasse euer zahnrad
ich hör euch schon sagen, der war feige und hatte ein rad ab
vielleicht stimmt in meinem kopf was nich, nur weil ich euch hasse
ich renn trotzdem vorbei und versteck mich in einer dunklen gasse
mein mittelmässiges zeugnis, schule hilft mir nicht zu leben
doch es reicht wohl schon den gleichen scheiss wie ihr zu reden
ihr seid sorgenfrei, immer lächelnd und grinsend
doch ihr werdet winseln denn meine rache wird euch betörn
ich scheiss auf eure ratschläge, ihr solltet besser hinhörn
ich denke nur an mich, denn jeder mensch ist egoistisch
genauso ist es, es versuchen zu verhindern nützt nichts
ich bin bereit, komme was wolle ausser mal wieder die liebe
wirft mich zu boden und verteilt mir mal wieder magenhiebe
doch ich schütz mich selbst dagegen, niemand kommt an mich ran


ich lehn mich an die wand und spühr wie meine kraft entfläucht
hör jemanden kommen, er ächzt und keucht
halte meinen atem an und verberge mein gesicht
der regen verdunkelt die nacht, mich sieht man nicht
erblicke zwei männer wie sie vor ihm stehn und zuschlagen
ellenlange blutlachen quer über einen vorgarten
das sind keine chorknaben, ich schau erstaunt hin
der rückweg ist abgeschnitten als ob ich schachmatt bin
ich träum mich weg und liege daheim im bett im palast
doch ich warte im regen bei nacht mit typen ausm knast
ich steh da und sag nix, tu was und ich kriegt respekt
als preis obendrauf einen monat besuch im krankenbett
es ist aus mit dir spast - fang an zu beten
ist das einzige was ich in meiner trance noch verstehe
spür im bauch zwei tritte, schmerzen als aufweckmittel
das letzte was ich sah waren zwei schwarze lederkittel


wach auf im krankenbett fühl mich steif wie ein brett
ich spühre starke schmerzen und meine wange ist ganz fett
die schwester haucht mir zu, wie glücklich ich sei
das ich noch lebe, mein gesicht sieht aus wie brei
ihr habt das zerstört was ich schon immer wollte
einen platz im himmel auf einer kleinen wolke
ich fühl mich wie verzaubert, bis die wirkung nachlässt
die tabletten abgesetzt und mein herz zerfetzt
all die gedanken die mich holen, wärend ich gefesselt hier liege
das leben ist wie kartenspiel und ich seh mein blatt im spiegel
alle trümpfe vergeudet, wann hab ichs das erste mal verleugnet
doch ich lächle fröhlich weiter während mein kopf pläne schmiedet
so soll es wohl sein sag ich mir und bild mir bloß nix ein
renne durch den regen bei nacht und schmeiss alle pillen in mich rein
renne durch den regen bei nacht
renne durch den regen bei nacht


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