
wo endet das leben und wo fängt es an?
nur weil ich weine bin ich also kein mann?
wo werd ich hingehn und was werd ich machen?
all meine fehler vergessen und drüber lachen
wann werd ich sterben und wo werd ich liegen?
in wie vielen kämpfen muss ich noch siegen?
wo führt es mich hin und was ist der sinn?
die antwort steckt in jedem von uns drinn
schon viel zu früh bekam ich zu spühren
was es heisst seine große liebe zu verliehren
wenn dich dein bester freund einfach mal hintergeht
dich verarscht sodass man am ende ohne alles dasteht
von allen seiten betrogen, alle scheinen übernett
doch wird man belogen, mein herz sticht wie bajonett
scheinbar fahren alle auf der selben freundschaftstour
doch nichts scheint sicher auf diesem liebesparkour
leute tratschen und hetzen, alles hinter deinem rücken
echte freundschaft gibt es nicht, es bleiben nur tiefe lücken!
doch du steigerst dich rein, deine fantasie gewinnt
gibst dir für alles die schuld und das blut gerinnt
hegst mordgedanken, gegen alle die dich nerven
davon gibt es viele, du spührst das stechen in deim herzen
deine welt um dich ist grau, regen und sturm werden zum alltag
suizid war das einzige was auf der hand lag
was wahr war, um dich herum nur intrigen
du willst loskommen vom argwohn und versuchst zu fliehen
deine mutter sieht dich hungern und hälts selbst nicht aus
verkriechst dich in deim zimmer und kommst nicht mehr raus
ein paar monate in therapie, ich scheiss aufs reden
muss mein leben in den griff kriegen und meinen arsch bewegen
mich selbst da raus holen und irgendwas verändern
doch werd immer wieder gehalten von unsichtbaren bändern
die mich runterziehen und den glauben verlieren lassen
mir mein messer reichen, noch mehr narben verpassen
draussen fallen die blätter von den bäumen und ich sitz drinnen
herbst 2003 und ich seh meine zukunft schwinden
alles was war ist mit einmal weg und vergangen
mir hat zuviel drangehangen, hab lust mich aufzuhängen
mach mich auf den weg zur brücke, doch dreh wieder um
will mein leben doch behalten, war es ein fehler, war es dumm?
wo endet das leben und wo fängt es an?
nur weil ich weine bin ich also kein mann?
wo werd ich hingehn und was werd ich machen?
all meine fehler vergessen und drüber lachen
wann werd ich sterben und wo werd ich liegen?
in wie vielen kämpfen muss ich noch siegen?
wo führt es mich hin und was ist der sinn?
die antwort steckt in jedem von uns drinn
ein halbes jahr nur dunkle ecken, ich starr sie an
muss raus aus meinem loch, ich frag nur wann
mein einziger freund ist käuflich, für drei euro
mein roter wodka, nur mit ihm gehts mir wohl
mit ihm kann ich einschlafen und ein wenig vergessen
kann sie betäuben die dunklen schleier die mich fressen
mir sagen ich bin schuldig, und meine sicht vernebeln
meine fäuste ballen sich, während mich meine zweifel knebeln
gedämpftes licht erhellt sacht mein angespannten arm
die adern treten hervor, das blut pocht warm
die klinge schnappt heraus, der stahl glänzt kalt
bevor er sich eine stelle sucht und im fleisch verweilt
am arm hinabgleitet und einen feinen riss hinterlässt
das blut schimmert leicht wenn man es sachte herauspresst
das selbe an bein und bauch, die prozedur wiederholt sich
der alltag stellt sich ein, bald kommt der tod und holt mich
doch alles hat ein ende, nur nicht sofort
es gibt noch andre frauen, so streif ich durch meinen ort
beschränk mich auf lächeln und so tun als ob
ihr denkt ihr wüsstet alles und hättets drauf wie gott
ihr dummen spassten denkt ihr wärt cool mit euren discogängen
macht auf party, während an meinem himmel dunkle wolken hängen
ich setz die kaputze auf und lauf durch den regen
die hose in den socken, nervt nicht, ich will nicht reden
ich will mein leben leben und wissen wie es geht
nicht wieder jemanden, die meine probleme nicht versteht
merk wie ihr mich anseht und mich missversteht
ich kann nur lachen, ihr denkt ich wär voll abgedreht
doch berlin ist zum glück voll mit freaks, opfern und pennern
mit gangs die in der nacht rumziehn, rumballern
mich für mein handy im herzen treffen und mich liegen lassen
doch besser als liebesschmerz, ich sterbe, keine zeit zu hassen
LeijiONE.de/texte/