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Es Wird Der Tag Kommen

Lebenswinde

es wird der tag kommen - an dem auch ich fort bin
du fühlst dich beklommen - unsre zeit is dahin
du hältst meine hände - hoffst ich würd es merken
du spürst diese wände - die deine trauer verstärken

es wird der tag kommen - an dem ich fort bin
du fühlst dich beklommen - unsre zeit is dahin
du hältst meine hände - hoffst ich würd es merken
und spürst diese wände - die deine trauer verstärken


ich hoffe du kannst mich hören, doch tust du es wohl nich
hörst mir nicht mehr zu, hab keine bedeutung mehr für dich
ich hoffe dass du verstehst, wie ernst mir meine worte sind
ich höre noch die geigen doch sind sie inzwischen stark verstimmt
hast deine augen zugemacht und hälst sie nun geschlossen
träume und hoffnungen wurden im sturm der emotionen zerschossen
willst mich nicht mehr retten, hör ruhig weiter weg, wenn ich schrei
ich fühl mich schuldig und frag mich stets was der grund dafür sei
ich krieg so langsam angst, dass ich nie wieder lieben kann
dass ich die gefühle die ich habe einfach nicht verstehen kann
das leben weht mir den dreck der realität in die augen
und erzwingt blutige tränen, die mich täglich aussaugen
doch bin ich nahezu leer, sie ist dem gebrechen viel zu nah
die dünne schutzhülle, es ist einfach kein halt da
außer jener, der viel zu zart ist und beim kleinsten wind klirrt
und nicht nur andere, sondern auch mich selbst damit stets verwirrt

ich lieg stumm in deinem sarg aus weissen meterdickes eis
bin bewungslos geknebelt, meine arme glühen heiss
der deckel ist zwar aufgeschoben, doch bleib ich weiter starr
der rand ist voll rotem blut, mein blick unscharf, doch mir ist klar
ich kann nicht ohne dich leben, werd ohne motor verkommen
der mir leben durch den körper pumpt, doch wurd er mir genommen
mein herz kriecht auf der straße, auf der suche nach dir
es macht den weg alleine, denn ich bin viel zu schwach dafür
fragt sich, wo wird es enden und wann wird das sein
es fürchtet und hat angst, angst vor deinem nein
einst hat es dich gefunden, doch wurd es gleich verweht
weil es zu stolz war, nicht zu zeigen wofür es lebt und steht
was auch geschieht, man durchschaut die menschen noch lange nicht
nur weil man ihr gesicht im spiegelbild einer scheibe sieht
renn dir hinterher wie karusselpferde die sich nie einholen
loder im feuer deiner kälte und schaufel auch noch kohlen

ich bin ein toter mann und meine zeit wird langsam knapp
ich überlebe nur, weil ich eh schon keine zeit mehr hab
ich lebe nur, weil ich es noch richtig beenden muss
damit ich loslassen kann und nicht mehr fühlen muss
solange wie du lebst und dann noch unendlich weiter
solange wie ich leb, doch ich seh schon todesreiter
sie kommen mich zu holen, aus deinen klauen zu befreien
meinen platz den ich verlor, warum tust du mir das an?
der platz in deinem herzen, für wen ist er bestimmt?
nach aussen halt ich mich stark, doch ich weine wie ein kind
du kommst nich klar, als der doktor fertig is
fertig mit meinem brief den ich schrieb, weil ich vermiss
was zwischen uns war und scheinbar nie erloschen ist
du loderst in meinem herzen, bis alles verbrannt ist
jetzt lieg ich hier und mein blut ist so bitterkalt
ich fiel für dich allein - von dach bis aspahlt


es wird der tag kommen - an dem auch ich fort bin
du fühlst dich beklommen - unsre zeit is dahin
du hältst meine hände - hoffst ich würd es merken
du spürst diese wände - die deine trauer verstärken

es wird der tag kommen - an dem ich fort bin
du fühlst dich beklommen - unsre zeit is dahin
du hältst meine hände - hoffst ich würd es merken
und spürst diese wände - die deine trauer verstärken


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