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Das Monster

Levitation

ich zücke mein Block und Stift, beginne zu malen
versuche es Loszuschreiben das verdammte leid und die Qualen
die Zeichnung nimmt gestallt an, die schatten formieren sich
heraus kommt ein Monster, blutrote Äugen schauen auf mich
ich höre stimmen - mein verstand setzt aus
mir fällt die decke auf den kopf und ich muss raus
ich weiche zurück, nehme abstand, steh da und staune
das Monster entsteigt dem Papier es hat verdammt schlechte Laune
es ist erfüllt von Niederträchtigkeit und hass auf das leben
ich fühle mich verbunden hab ihm all meine sorgen gegeben
es ist lebendige Scheiße aus meinem Gehirn alles böse
ich schau zu ihm hoch, spüre seine Aura und bestaune seine Größe
mit einmal dreht es sich um, ist panisch und schnaubt
es packt mich, ich hätt's ich selbst nich' geglaubt
es setzt mich auf seine Schulter, ich rieche seinen duft
ein Sprung durchs Fenster und wir fallen durch die Luft
die Umgebung verschwimmt bei der schnelle - ich erkenn nichts mehr
es stoppt und setzt mich ab, wie komm ich hier her?
wir steh'n in einem Wald um mich herum Dunkelheit und Dreck
ich kriege Gänsehaut, will etwas fragen doch es ist weg


Das Monster befreit sich aus meinen unendlichen Tiefen
manifestiert sich aus Gedanken und Stimmen die Riefen
nach Vergeltung und Rache
ich lass es raus, zieh mit ihm mit und lache


je mehr ich staune und warte, desto stärker bebt der Boden
der Wald beginnt zu leben - die erde wird angehoben
in panischer angst renn' ich wild durch den dunklen Wald
stell mich in die Nacht und schreie bis es widerhallt
ein Geist sitzt mir im kopf, das Monster das mich quält
das mir sagt dass ich sterbe und meine stunden zählt
verdammt lass es aufhören - ich flehe es an
ich werde fast verrückt weil ich es nicht ertragen kann
der Mond steht am Himmel, es ist kalt, nur bäume um mich
ich höre auf Geräusche und frage mich wer bin ich?
ich stehe einfach da im schwarz und sehe keinen sinn
laufe meilenweit bis ich nicht mehr weiß wo ich bin
weshalb das alles - wieso? - warum?
der Wald um mich herum starrt mich an, doch bleibt stumm
er rauscht nur oder ist das mein leidgeplagter Schädel
ich weißes nicht mein kopf schmerzt, mich überkommt der Ekel
was geschieht mit mir - verliehr ich den verstand?
ich will weglaufen, doch da ist eine unsichtbare wand
es gibt keine Lösung - keinen weg, kein entkommen
ich höre rufe [Tod], dann wird die Illusion genommen


Das Monster befreit sich aus meinen unendlichen Tiefen
manifestiert sich aus Gedanken und Stimmen die Riefen
nach Vergeltung und Rache
ich lass es raus, zieh mit ihm mit und lache


ich liege auf meim bett, starre meine wand an, wie jeden tag
in meinem (Skizzen-) block herrscht der Tod, wie in einem Sarg
das licht ist aus, es ist düster bei mir, einsam und kalt
mein blick ist glasig, meine hand zur faust geballt
die Geräusche in meinem kopf sind mit einmal wieder da
beherrschen meinen Körper, füllen ihn aus bis ins letzte haar
ich schließ die Augen doch alles dreht sich wie im kreis
auf meiner Stirn glänzt der Schweiß, mir wird kalt und heiß
und ich weiß - wenn ich jetzt sterbe
wird mich niemand finden weil ich nicht vermisst werde
ich werde schimmeln und verwesen - erst wenn es stinkt
wird man merken dass irgendetwas in meinem Zimmer nicht stimmt
den block in der hand verfaule ich - langsam und einsam
die Maden wohnen in mir und fressen unaufhaltsam
mein Fleisch wird bleich, erst grau dann grün
ich will raus aus diesem Traum doch ich kann nicht fliehn
es ist dunkel, kalt und stickig, ich kann nichts fühlen
außer den Maden die in meinen Eingeweiden wühln
ich öffne die Augen doch der Traum ist nicht vorbei
dann verbrenn ich den block, verbanne den Tod mit einem lautem schrei


Das Monster befreit sich aus meinen unendlichen Tiefen
manifestiert sich aus Gedanken und Stimmen die Riefen
nach Vergeltung und Rache
ich lass es raus, zieh mit ihm mit und lache
Das Monster befreit sich aus meinen unendlichen Tiefen
manifestiert sich aus Gedanken und Stimmen die Riefen
nach Vergeltung und Rache
ich lass es raus, zieh mit ihm mit und lache


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