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Crossing Jordan

Lebenswinde

ich hab die schnauze voll und diesmal mein ich es ehrlich
erheb mich aus dem chaos, schrei und beschwer mich
verpass euch nen denkzettel da ich euch eh alle hasse
mir egal oder denkt ihr ich mag schmerzen und finds klasse
hab meine persönliche sicht gewendet und gedreht
doch was euch angeht, weiss ich nicht, wie man's versteht
hab ich lust mich quälen vielleicht steh ich ja drauf
doch damit hör ich jetz auf, da geh ich lieber drauf
ich hab ja auch nie gewollt, dass ihr versteht
worum es mir eigentlich geht, worum sich dieser text hier dreht
ich werde es beenden, solange es noch geht
sonst verlässt mich mein mut und es ist wiedermal zu spät
ich hab immer nur laut gemeckert, wie ein stupider punk
andre reden mir ein ich wär dumm und geistig krank
sehen meine handlung als ein sehr schlechtes zeichen
und versuchen mir mein restliches stück hoffnung zu streichen

ich suche meine zukunft, doch sie ist weg
verloren im nichts, und was mir blieb is der dreck
seh es als meine pflicht was zu tun, doch ich will nicht
und meine vergangenheit rinnt uber mein starres gesicht
herab auf meine arme, verlassen von allem was ich lieb
zwei fremde, schwierige wege sind alles was mir blieb
einer ist hell, hat für alles eine lösung und will mir helfen
doch ich will nich mehr kämpfen denn zwischen ihm liegen welten
so verdräng ich ihn, geh den andren und mach wie ich denk
das beste daraus, mit einem straffen strick, an dem man prima hängt
wenn man nich mehr will, is ziemlich alles ein triftiger grund
könnte weiter schrein und mich beschwern, doch halte den mund
denn nach all der scheisse, frage ich mich dies
warum ich nich einfach schiess, schliesslich gehts mir ja so mies
ich habe abgeschlossen, wirklich nichts bleibt mir hier mehr
was soll ich dann auch noch mit meinem leben, ich geb es her

nicht ein fünktchen mut, nur angst und verzweifelte wut
bleibt mir, doch in meinen träumen gehts mir wieder gut
sie entführen mich täglich ins jenseits, nacht für nacht
und zeigen mir wege wie man mit all dem scheiss hier schluss macht
sie habens nich schwer, denn ich fühle mich allein
doch ich hab ein messer, streichle meinen hals stech es rein
ich mach nen punkt, das urteil wird vollstreckt
hab mich viel zulang geduckt und versteckt
mit einem tiefem schnitt öffne ich meine kehle
ich bin verloren, zum teufel mit meiner seele
ich ersteche mich heroisch mit meinem messer
ich fühl mich besser und entschwebe langsam dahin
doch es ist die folge einer lebenslangen niederlage
ich zerschlage meine gedanken und meinen sinn
auf dem asphalt zu trümmern und werd mich
somit wenigstens um mein ableben selbst kümmern

ich konnte mich noch nie mit meinen ängsten messen
sie sind zu stark, ich werd von kopf bis fuss gefressen
ich war verschreckt und rannte wie wild um mein leben
hatte nix mehr zu geben und nun spühre ich das beben
des rot glühenden weges unter meinen schuhen
mephisto wird mich holen und ich kann in frieden ruhen
ich betrete den pfad, laufe soweit wies geht
herab in die erde, leichen pflastern meinen weg
ich stehe da, ein wind pfeifft mir um die ohren
ich schau nach unten und hab alles verlohren
und alles ist vergebens und nun ich bring ihn auf
den mut, den ich brauch, für den letzten lauf
bis hin zur spitze ich flitze, bleib stehn, geniess die aussicht
seh wie die leuchtende glut durch die asphaltdecke bricht
doch es wird hoffentlich das letzte sein was ich seh
bin mir der risiken bewusst, weiss das ich draufgeh

ich hab es nich anders gewollt, halt das alles nich mehr aus
hatte nirgendwo sicherheit und muss schnell aus all dem raus
will keinen mehr sehn, lass es schnappen, mein messer
meine augen blitzen auf und meine hand zuckt
die klinge bohrt sich tief in die brust, so ist es besser
der himmel, blutrot, die sonne steht tief
genauso tief der abhang und somit der fall wie er verlief
seelige ruhe umspannt die ohren, jedes detail wird sichtbar
die gedanken sammeln sich und das adrenalin steigt
jedoch nicht die höhe des falls und nicht das leid
es nimmt beides ab bis zum boden, wo das ende wartet
die sonne schwindet, das schwarz breitet sich um mich herum aus
der flug ist beendet, aller schmerz und pein sind raus
die letze instanz, mein herz pumpt, nichts was mich mehr hällt
eine träne fällt, ich schliesse meine augen und von fortan
lass ich mein leben endgültig hinter mir und überquere den jordan


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