So, nachdem sich also jeder mit Hilfe des Einsteigertutorials (Hip Hop Beat in 10min) einen schönen Beat gebastelt hat, bestehend aus einer Baseline, einem String und sonstigen Effekten und man ein wenig rumgeschustert hat, kommt man irgendwann an den Punkt, wo man mehr will:
tada! Da sind wir!
Jedoch auch hier der Hinweis, dass es sich hierbei keineswegs um ein wirklich professionelles Endergebnis handelt, das Meiste wird auch von mir bereits auf andere Weise gehandhabt, jedoch sind dafür mehr Erfahrung und umfangreichere sowie teure PlugIns/Effekte von Nöten, die einem beim Anfang nicht wirklich zur Verfügung stehen.
Bei Fragen oder Anmerkungen entweder eine eMail an mich, oder einfach einen Kommentar posten.
Für alle diejenigen, die erst anfangen die Basics:
Fruity Loops Einsteigertutorial - Hip Hop Beat in 10min
Für alle diejenigen, die Streicher, Klavier oder allgemein Instrumente so authentisch wie möglich in Fruity Loops nachzubauen wollen:
authentische Strings mit Fruity Loops Fl Studio 7
NEU: Für kraftvolle Kicks und bangende Snares:
Drums Abmischen mit Fruity Loops Fl Studio 7
1: "Doppelbeat"
2: Layer
3: Strings
4: Drumsets
5: Abmische
6: Automations
6.1: der Bass in
6.2: und Volume out
7: Material (flp, mp3, pdf)
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Vielleicht will der ein oder andere ja einen "volleren" Sound oder einfach mehr "Power", anstatt immer nur kick-snare-hat-gähn.
Um dies zu erreichen, legen wir soz. zwei Loops übereinander. Ich nenne das ganze jetzt einfach mal "Doppelbeat", keine Ahnung, ob das auch einen Fachbegriff dafür gibt und wenn, dann kenne ich ihn nicht und er ist eigentlich auch uninteressant.
Hauptsache ist die Funktion!
Man nehme also ein ruhigeres, nicht ganz so kräftiges Drumset und kombiniert es bei steigener Action im Song mit einem zweiten, kraftvollerem.
Soviel zur Theorie...
In der Praxis mag das ganze ziemlich unübersichtlich werden, wenn man all die einzelnen Samples rumliegen hat und nicht mehr zwischen Kick und Hat unterscheiden kann.
Zu diesem Zweck nutzen wir den Fruity Loops Layer Channel, den wir einfach per Channels > Add one > Layer einfügen.
Hintendrein laden wir alle Samples dazu, welche im jeweiligen Drumset verwedung finden sollen.
Wir markieren sie per Rechtsklick in das ovale Kästchen rechts neben dem Sample, soviel wir wollen. Anschliessend gehen wir in die Sample-einstellungen des Layers und vereinen sie alle per Klick auf "Set Children" in einem Päckchen - in unserem Layer.
Nachdem wir nun alle Samples schön gebündelt haben, können wir uns unser Set per Pianoroll vom Layer (F7) zusammenschustern.
Hierbei muss man nun zwischen zwei Arten unterscheiden: entweder, man lässt den Layer alle einzelnen Samples in einem "Einheitsbrei" verschmelzen und alle zusammen ausgeben, wie es die Standarteinstellung vorgibt; oder man "splittet" Sie auf die einzelnen Noten der Tonleiter und kann sie somit separat anspielen.
Im Falle des String Layers in meinem Beispiel habe ich die 3xOsc und die BeepMap zu einem Klang verschmelzen lassen, um die Effekte der unterschiedlichen Generatoren in einem String zu vereinen.
Bei unseren Drumsets ist es jedoch logischer, die Samples einzeln anzuspielen, um nicht immer Kick, Snare und diverse Hats in einem grässlichem Klang vereint, gleichzeitig hören zu müssen - damit können wir nichts anfangen...
Also splitten wir den Brei per "Split Children" (Layer Channel Settings > Pfeil nach unten neben Layer > Split children (siehe Bild)).
Nun können wir sie von der ausgewählten Root note (Ausgangsnote=Ausgangssample, Standart C5) in der Pianoroll (F7) nach oben hin anspielen und setzen.
Da man nun jeweils nur noch eine Note pro Sample hat, kann man es nicht mehr wie sonst erhöhen oder erniedrigen (von der Tonleiter her gesehen), also muss man sich eines anderen Weges bedienen, um an akkustische Effekte zu gelangen: Velocity, Pan und Pitch etc.!
Unter den Keyboardtasten im Pianoroll sieht man ja immer die Lautstärke der Noten und wenn man nun links auf "Velocity" geht, hat man noch weitere Auswahlmöglichkeiten und kann nun die Samples pitchen (pitch) oder die Ausgabekanäle varieren (pan).
Hier ist wieder Kreativität gefragt... ihr habt ja mein Beispiel.
Das selbe machen wir dann auch mit dem zweiten und fertig ist das! (Nach ein wenig rumspielen...)
Um den Klang vollends kräftiger wirken zu lassen fehlt noch der abschliessende Schliff, hier der Schnelldurchgang:
Der Bass bekommt natürlich einen "Bass Boost", schöne 60Hz, damit er auch ordentlich tief röhrt, Tieftöner von Nöten! Einen leichten "Reverb", um den Effekt zu verstärken und den "Free Filter", sowie "Fast Dist" für die Effekte (siehe Automations)
Der durchgehende Shaker des ersten Drumsets bekommt einen "Flanger" um ihn nicht monoton werden zu lassen.
Der harte Kick des zweiten, kräftigeren Drumsets wird mit dem "Parametric EQ" etwas Basslastiger und per dezentem "Fast Dist" an Einschlagskraft geboostet.
Die Snare bekommt das Selbe an "Parametric EQ" und zwar "BassDrum Punch" preset. Dazu der Compressor, um die Lautstärke zu heben, ohne zu verzerren und einen "Reverb" für die Stimmung.
Der 3xOsc - Bestandteil unseres String-arrangements - wird mit einem leichten "Delay" und einem "Reverb" voller.
Ebenso die BeepMap, die zudem noch den "Flangus" als Modulator erhält.
Das im Vordergrund stehende Piano bekommt einen "Chorus", um einen mehrstimmigeren Klang zu haben, sowie einen "Reverb" und einen "Compressor".
Das zweite Piano soll leise im Hintergrund als Klangteppich fungieren und erhält dafür einen leichten "Delay" und "Reverb".
Um den Song mehr nach einem fertigen Lied klingen zu lassen, anstatt nach einem Loop, müssen wir natürlich Veränderungen einbauen. Um dabei nicht immer Live davorsitzen und an den Knöpfen drehen zu müssen, bedienen wir uns sogenannter "Automations", oder auch "Events".
Diese kannst du eigentlich immer und überall innerhalb deines Beats einbringen, sei es nun Lautstärke, Pan oder Effekte - einfach Rechtsklick auf den Regler und "Edit Event".
In meinem Beispiel habe ich am Anfang den Bass sozusagen ein- und das zweite Drumset, sowie das leisere Piano ausfaden lassen.
Im folgenden sieht das dann so aus:
Bass: zuerst sucht man sich in der Playlist (F5) einen freien Pattern aus (siehe Bild - 1), dann wählt man das Sample oder den Effekt (in meinem Falle die Effekte "Free Filter" und "Fast Dist" vom Bass im Mixer (F9), Channel FX 2 (siehe Bild - 2)). Nun gehe ich bei angewähltem Pattern und Effekt per Rechtsklick in das jeweilige Event Fenster ("Edit Event"), in meinem Falle ist das der Frequenzregler vom "Free Filter" (siehe Bild - 3) mit dem ich den Bass soz. reinkommen lasse (siehe Bild - 4).
Zudem lasse ich ihn per Lautstärkeregler vom "Fast Dist" kurzzeitig übersteuern, um ihm die volle Aufmerksamkeit zu geben ;)
Wenn ihr den Mixerchannel und den "Free Filter" im Auge habt und dann den Song startet, könnt ihr auch sehen, wie sich die Regler automatisch bewegen. So wisst ihr auch immer, an welcher Stelle ihr das Event eingefügt habt, bzw. dass dort eins drinn ist.
Wer es immernoch nicht finden sollte, der kann sich auch alle im Song befindlichen Automations per View > Automation im Dateibrowser anzeigen lassen.
Volume off: am Ende des Beats lass ich das zweite Drumsets, sowie die eine Pianospur langsam ausfaden, das ist inzwischen auch nichts neues mehr.
Ihr erreicht diesen Effekt einfach über ein Event auf irgendeinen der vielen Lautstärkeregler des Samples, sei es nun im Step Sequenzer links neben dem Channel, oder in den Channel Settings oder im zugeordneten Mixerchannel, oder meinetwegen auch das ganze Lied per Master Level oben neben den Funktionen.
Hier ist wieder jede menge Zeit zum rumspielen!
Wer damit im allgemeinen immernoch Probleme haben sollte, oder sich irgendwo Fragen auftun, nicht zögern und mir einfach eine eMail schreiben: webmaster@LeijiONE.de (bei spezifischen Fragen ggf. das *.flp File als Zipped Loop Package mit Samples anhängen).
Für alle diejenigen, die sich jetzt darunter nichts vorstellen konnten, oder die einfach mal am vorgegebenen Beispiel rumbasteln und nachschauen wollen, habe ich hier ein paar Downloads.
Fruity Loops zipped Loop Package
(für Vers. 5, nicht abwärtskompatibel) (beeinhaltet .flp File mit den Samples und Voreinstellungen des gesamten Tracks)
Den Track gerendert als mp3 File
(1:50min, 1,66mb, 128kbits High-Quality)
Das ganze Tutorial als Adobe Acrobat .pdf File
(783kb, für Druck, PDA, Handheld, Palm oder zum bequemen versenden)